Warum der Blick über den Tellerrand so wichtig ist. Aber Personaler nur selten weitsichtig sind.

Ok, ich gebe zu, das ist provokant. Damit schere ich wirklich viele über einen Kamm. 
Aber ich bekomme sehr oft Fragen von HR Kollegen, oder denjenigen, die die ehrenvolle Aufgabe des Employer Branding mal eben übergestülpt bekommen haben (nach dem Motto: mach das mal eben!), was sie denn nun eigentlich tun sollen. So fragte eine Kollegin auf einer großen sozialen Plattform kürzlich, ob denn dieses 'Social Recruiting' nun ein Trend ist, den man unbedingt kennen müsse, oder ob man das einfach vernachlässigen könne.  
Allein diese Frage zeigt, dass sich viele HRler nicht wirklich mit dem Thema auseinander setzen, oder gar wissen, was mit Employer Branding, Arbeitgebermarke, Arbeitnehmermarkt oder eben den diversen Formen des Recruitings gemeint ist.
In vielen Branchen herrscht absolute Unwissenheit und die Kollegen in der Personalabteilung sind im Administrieren und Abarbeiten Weltmeister, der Blick aber über den Tellerrand bleibt leer.  
Wenn nicht die Geschäftsleitung selbst das Thema als Kernaufgabe an sich nimmt, Ziele definiert und sich mit der Frage auseinander setzt, wie sie sich in den kommenden Jahren nach außen darstellen wollen, welche Werte sie vertreten und welches Image sie leben wollen, dann ist der Personalabteilung auch nicht mehr zu helfen. Dann ist Arbeitgebermarketing eine Totgeburt. Sie wissen schon, der Fisch, der vom Kopf her anfängt zu stinken. 
Was meine ich also nun mit dem Blick über den Tellerrand? Wohin sollen sie denn schauen, die Personaler? Ich meine damit Bildung, Offenheit, kritisches Hinterfragen und Geduld.   
In meinem Blog möchte ich meinen Kollegen nun helfen. Ich möchte in den kommenden Artikeln Ideen liefern, Anregungen und Tipps, die den Personaler und Personalerinnen (ok, es sind wohl zu mehr als 90% Frauen) zeigen, was sie tun können und welche manchmal ganz kleinen Veränderungen schon Wirkung haben können. 
Wenn Ihr Lust habt, folgt mir gern. Aber diskutiert auch mit mir. Tauscht euch aus, hinterfragt kritisch, bemerkt eigene Gedanken und gebt euer wertvolles Wissen gern auch weiter. Denn ich glaube fest daran, dass der Einzelne nur so gut sein kann wie sein gesamtes Netzwerk. Und meine - zumeist weiblichen _ Kollegen, seien wir mal ehrlich, Netzwerken ist nicht unsere größte Stärke.
Ich freu mich auf Euch!
Bis bald.